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Der Siegtaldom

Die Katholische Kirche St. Laurentius

1879/80 wurde die Pfarrkirche St. Laurentius anstelle eines 1878 abgerissenen Vorgängerbaus als zweitürmige Kirche im neuromanischen Stil errichtet. Wegen dieser monumentalen Doppelturmfassade (Turmhöhe 56 m) wird die Kirche im Volksmund auch »Siegtaldom« genannt. Lediglich die beiden unteren Geschosse des Nordturms stammen noch von der alten Pfarrkirche aus dem 12/13. Jahrhundert, die ursprünglich wohl nur eine Kapelle war, durch Erweiterungen jedoch bald zu einer dreischiffigen Kirche mit einer Länge von ca. 25,60 m und einer Breite von 7,85 m anwuchs. Die jetzige Kirche wurde durch den Kölner Architekten August Lange geplant und ausgeführt. Im Inneren ist der Siegtaldom eine dreischiffige, kreuzrippengewölbte Säulenbasilika, deren ­Säulenkapitelle einen reichen floralen Schmuck aufweisen. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie unter www.siegtaldom.de.

 


Burg Dattenfeld

Feudaler Herrensitz nahe des Ortszentrums

Um 1619 erbaute der Bruder des Rosseler Pfarrers Johann Robens, der Gerichtsschreiber Jacob Robens, ein feudales Burghaus. Der quadratische Kern wurde später durch mehrere An- und Umbauten erweitert, so dass der Eindruck eines Herrensitzes entstand. Die Burg ist in Privatbesitz, wird aber auch als Außenstelle der Gemeinde Windeck genutzt, z.B. für standesamtliche Trauungen. In den letzten Jahren öffnete der Besitzer, Unternehmer Axel Schönfelder, hin  und wieder die Burg und die Außenanlagen für Burgfeste, den Dattenfelder Weihnachtsmarkt und Konzerte.

 


Übersetziger Mühle

Historische Wassermühle im Ortsteil Übersetzig

Die Mühle ist eine der zahlreichen, früher am Sieg-Fluss gelegenen Wassermühlen mit einem unterschlächtigen Mühlrad, von denen leider nur wenige erhalten sind. Sie liegt nahe beim Wasserfall und ist mit diesem durch einen Mühlengraben verbunden. Einst nur durch eine Furt erreichbar, gelangt man heute über die Brücke nach Übersetzig dorthin. Erste Hinweise auf einen »alten Müller aus Übersetzig« entstammen einem Eintrag im Dattenfelder Kirchenbuch aus dem Jahre 1648, so dass man vermutlich von einer Entstehung der Mühle im frühen 17. Jahrhundert ausgehen kann. Sie war bis in die dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts in Betrieb.

Die Übersetziger Mühle ist seit 1975 im Besitz des Bürger- und Verschönerungsvereins Dattenfeld e.V., der sie von 2004 – 2005 einer aufwändigen Sanierung unterzog. Informationen und Bilder zur Sanierung

 


Die Burg Windeck

Wahrzeichen der Gemeinde Windeck

Die über 800 Jahre alte Burgruine ist Wahrzeichen und Namensgeberin der Gemeinde Windeck im Siegtal. Sie liegt im zum »Kirchspiel Dattenfeld« gehörenden Nachbarort Altwindeck, ca. 210 m üNN und bietet bei klarer Sicht einen wunder­schönen Ausblick. Die ehemals imposante Burganlage wurde 1174 zum ersten Mal als »Castrum novum in windeke« urkundlich erwähnt und diente als Grenzfeste der Grafen von Berg gegen die Grafen von Sayn. Eine Kopie dieser kaiserlichen Urkunde und Funde aus der Burg Windeck können Sie im Museumsdorf Windeck besichtigen. Zerstört wurde die Burg Windeck erstmals im Dreißigjährigen Krieg und endgültig 1860 durch die Franzosen. 1960 wurde mit der Restaurierung der Burgruine begonnen, die bis heute andauert.

Museumsdorf Altwindeck

Das Leben im Siegtal vor über 100 Jahren

Im Museumsdorf Altwindeck wird die Vergangenheit wieder lebendig. In der Sammlung im alten Schulgebäude sowie in zwei Fachwerkhäusern, einer Scheune und zwei Mühlen, entdecken Sie viele Gegenstände aus der Heimatgeschichte. Im Vordergrund stehen dabei die »einfachen Leute« auf dem Lande: das tägliche Leben, die Arbeit, aber auch die fröhliche Geselligkeit oder der Glaube. An Aktionstagen können Backes, Mühle und altes Handwerk erlebt werden. Ein besonderes Ereignis ist jährlich am 3. 10. (Tag der Deutschen Einheit) der Burg- und Handwerkermarkt. Weitere Informationen auf www.heimatmuseum-windeck.de.

 

 


Die Pulvermühle

Ruine einer Schießpulver- und Sprengstoffproduktion im Elisental

Als größte Anlage ihrer Art wurde die Pulvermühle Elisenthal im Jahre 1868 vom Kölner Fabrikanten Everhard Schülgen errichtet. Sie nutzte die Wasserkraft des Trimbachs. Das hergestellte Schwarzpulver wurde für Bergbau und Steinbrüche verwendet, später kamen ein spezieller Sicherheitssprengstoff und Schießpulver hinzu. Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Anlage gemäß dem Versailler Friedensvertrag geschlossen werden, die Maschinen wurden nach Russland gebracht. Trotz hoher Sicherheitsbestimmungen kam es immer wieder zu schweren Betriebsunfällen, bei denen zahlreiche Arbeiter ihr Leben verloren.

Nach der Stillegung der Natur überlassen, bildeten sich Feuchtbiotope, die heute seltene Tier- und Pflanzenarten beheimaten. Das Gelände wurde vor einigen Jahren für Interessierte begehbar gemacht, über Stege und einen Pfad auf der Trasse der Werkspferdebahn kann man das Gebiet erkunden, ohne die Lebensräume zu beeinträchtigen.


Die Siegwasserfälle

Sehenswerte Abschnitte der Sieg

Immer wieder wurde der Mittellauf der Sieg bereits ab dem 19. Jahrhundert verschiedenen Maßnahmen zur Begradigung und Gewässerberuhigung unterzogen. Dabei entstand kurz hinter der Siegbrücke, die Dattenfeld mit dem Ortsteil Übersetzig verbindet, eine Staustufe, das Dattenfelder Siegwehr. Das zurückgestaute Wasser bildet oberhalb einen kleinen, idyllischen Stausee, der im Sommer zum Bötchenfahren genutzt werden kann. In harten Wintern fror die Sieg hier auch schon einmal zu, so dass sogar Schlittschuhfahren und Eishockey in diesem Bereich möglich war. Das Wasser wird durch einen felsigen Bereich abgeleitet, was je nach Wasserstand mehr oder weniger spektakulär erscheint. Der kurz vor der Jahrtausendwende installierte Fischaufstieg sorgt mit dafür, dass es in der Sieg seit einiger Zeit auch wieder Lachse gibt. Deshalb unterliegt dieser Bereich auch dem Naturschutz, Baden und Angeln ist im gekennzeichneten Bereich nicht erlaubt.

Ein paar Kilometer flussaufwärts gibt es die Schladerner Siegwasserfälle. Sie entstanden ebenfalls durch Menschenhand, als um 1858 die Eisenbahnstrecke Köln-Siegen-Gießen gebaut wurde. Die stark mäandernde Sieg wurde dafür stellenweise begradigt, um teure Brückenbauwerke zu vermeiden. In Schladern wurde durch eine Sprengung ein Durchstich zwischen den eng beieinanderliegenden Anfangs- und Endpunkten einer Siegschleife geschaffen. Seitdem rauscht das Wasser auf direktem Wege durch eine wilde Felsenlandschaft – die Schladerner Siegwasserfälle waren geboren.